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About Wise Up!

to wise up:
I. (sich)  aufklären, informieren
II. dahinter kommen


WiseUp ist ein Verlangen nach Ausprobieren, das sich seinen Weg bahnt. WiseUp ist ein unkonventionelles Hör-Magazin, das dennoch eine klassische Linie verfolgt, diese aber selten durchhält. Je nach Grad der Bereitschaft des Zuhörers ist WiseUp Informationsquelle oder Unterhaltung, oder beides und noch mehr zugleich. Erst das "zwischen den Zeilen lesen" des Hörers macht ein "dahinter kommen" möglich. Der Hörer ist aufgefordert, seine Imagination bewusst zum Einsatz zu bringen und Leerstellen selbst zu schließen. Ein Vorkauen, Ausdeuten und Vereinfachen der Inhalte kann, nach Meinung der Redaktion, nicht zum emanzipatorischen Umgang mit Medien und Gesellschaft führen. Was nicht heißt, dass die eigene Positionierung ausbleibt. WiseUp will ran, an die ungenutzen Hirnwindungen und Medulla-Zellen! In der chaotischen Präsentation der Soundwelten und gesprochenen Inhalte spiegeln sich nicht nur prekäre Lebens- und Produktionssituationen, sondern sie bildet auch das Bedürfnis ab, sich von dem kaputtoptimierten, glattgestrichenen, totretuschierten und neoliberalen Medien-Mainstream abzuheben.

Wissen ist sexy. Be a nerd!

Da uns Pop-Kultur täglich umgibt und beeinflusst, ist WiseUp eine kritische Auseinandersetzung damit wichtig. Einzelne KünstlerInnen und AktivistInnen sollen hier die Möglichkeit bekommen, ihre Arbeit ausführlicher vorzustellen. Und dabei zur kritischen (Selbst-)Reflektion motivieren. Im Besonderen sollen KünstlerInnen und Akteure einen Zugang zur Öffentlichkeit bekommen, die sonst in den kommerziellen Medien nicht oder kaum stattfinden und die nach Meinung der Redaktion mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Ein Schwerpunkt lag dabei in den ersten Jahren auf HipHop. Da HipHop auf viele weitere Stilrichtungen und Genres Einfluss genommen hat sind im Laufe der Jahre die Grenzen zu anderen Styles immer mehr verschwommen. In den letzen Jahren lag der Schwerpunkt daher an der Schnittstelle von HipHop und Elektronik sowie in den hybriden Formen, die HipHop in Kombination mit anderen Genres bildet. Aber alles was musiklaisch gefällt, ist erlaubt. Die verschiedenen Strömungen in der Popkultur sind, wie die Akteure selbst, sehr unterschiedlich. HipHop-Kultur und Popkultur sind nicht statisch, sondern streitbar. Medial ist aber stets nur ein kleiner Teil des großen Ganzen sichtbar. So fand speziell HipHop in den deutschen Medien nur Beachtung, wenn es um Skandal- oder Erfolgsgeschichten geht. Viele Geschichten und Diskurse bleiben blinde Flecke. Die mediale Praxis ist sehr nahe am neoliberalen Mainstream und seinen Ausschlussmechanismen, in dem Muster von Rassismus, Sexismus, Materialismus etc. beharrlich - jetzt im postmodernen Look - fortgesetzt werden. Gerade in der Dokumentation und Berichterstattung liegt deshalb ein beachtliches Potential, das die Geschichte von Pop und Gesellschaft selbst mitkonstruiert. Entwicklungen aufzuzeigen und zu hinterfragen ist für "die Sache selbst" wichtig. Das kann in Form von Radiosendungen, Fotos, Texten oder Veranstaltungen passieren.

         

Interviews sind oft das Kernstück der Radiosendungen. Denn Interviews sind Informationen aus erster Hand: Raw-Stuff! Interviews können informativ und aufschlussreich sein, ein Subtext, eine Fußnote. Rapper_innen, Vocalist_innen, Writer_innen, Beatboxer_innen, DJs (haha), Produzent_innen, Veranstalter_innen, Fotografen_innen, Autor_innen, Filmemacher_innen, Aktivisten_innen werden eingeladen. Die sichtbaren und unsichtbaren Protagonist_innen der Sub-/Popkultur müssen ran, sollen sprechen. In der Post-Postmoderne, wo die Unterscheidung dessen, was real und was fiktiv ist, zunehmend schwieriger wird, gewinnt die Fähigkeit des "zwischen den Zeilen lesens" and Relevanz. Um "dahinter zu kommen" reichen 5 Minuten Interview nicht aus. WiseUp favorisiert deshalb den Directors Cut und ein Verhältnis von 50% Wort zu 50% Musik. Neue Tonträger sind ebenfalls eine Basis der Sendung. Interviews oder Beiträge werden mit Beatz unterlegt. Manchmal will WiseUp auch einfach nur Musik zelebrieren und das reichlich vorhandene Audiopotenzial genießen; das Erlebte musikalisch verarbeiten.

                                                 history                 

WiseUp entstand aus den verschiedenen Radiosendungen und Formaten, die ich seit 1999 in der Frauenradiogruppe ST. Paula oder der Musikredaktion ausprobiert habe. So gab es Sendereihen wie "Subversion auf Deutsch", "Neues aus der neuen Welt" (zusammen mit Hagar, big up!) oder auch Themen-Features, Veranstaltungs-Berichte oder Portraits. 2002 startete das HipHop-Format WiseUp! Die ersten zwei Jahre war WiseUp die Spiel- und Experimentier-Wiese von MC/DJ-Gato und der rasenden Raportesse Beaware. Ab 2004 wurde es Sonntags nachts mit Benni Bo nur noch chaotischer. Die Sendegruppe Weekly Operation entstand 2005 aus einer Vernetzungs-Idee innerhalb der Musikredaktion des FSK. Wir sind eine Gruppe aus von DJs, Rappern, Writern, Musik-Liebhaber_innen, Redakteur_innen, Aktivist_innen, die sich mit HipHop und artverwandten Genres beschäftigen. Die Weekly Operation realisierte 2005 die Sendereihe "25 Jahre HipHop-Vinyl". Neben WiseUp sendeteten dort im Laufe der Jahre die Redaktionen Back to the Basics, Freekquencies, Asio Overload, Wildstylz of Rap, Rap auf Rezept/Rap statt EKG und No TV Raps.

         

2004 organisierte WiseUp zusammen mit Ale Dumbsky (Buback/ Read) und dem 3001 Kino das End2End Graffiti-Filmfest in Hamburg. 2006 wurde das End2End Graffiti-Filmfest erneut - diesmal durch ein weibliches Orga-Team realisiert. Ebenso 2007, wo End2End ein weiteres Mal im Hafenklang Exil stattfand. Neben thematischen Filmen gab es dort auch Ausstellungen, DJ Sets, Konzerte (mehr Info >> Menüpunkt End2End). 2008 war WiseUp beim We B*Girlz Festival in Berlin involviert. Dabei entstand ein Magazin, ein DJ-Abend in der Bar 25 oder auch Festivalradio im OKBerlin. Viele Radio-Themen wurden auch zu Artikeln verarbeitet und sind in der Backspin, bei aightgenossen.ch, im HHV Katalog, bei HHNOISE.de, Non-Stop Magazin, Graffiti Magazine erschienen und sind hier oder dort nachzulesen. Eine Textsammlung im Buchformat ist in Planung.